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Team der Internisten
Rast&Rost

"Wer rastet der rostet – merx Dir... !"

Dieses Zitat stammt nicht aus einer wissenschaftlichen Arbeit sondern aus "Asterix und Obelix". Nichts desto trotz ist sein Wahrheitsgehalt wissenschaftlich belegbar.

Der Verweis auf Eddi Merx ist aber nur insofern richtig, als ein medizinisch fundiertes Ausdauertraining (mit einem der medikamentösen Therapie vergleichbaren prognostischen Effekt) im Hinblick auf die wissenschaftliche Grundlage mit einem auf den Leistungssport abgestimmten Training übereinstimmt.
Das heißt, ein "Gesundheitssportler" trainiert nach denselben Kriterien wie ein "Leistungssportler", nur eben mit einem anderen Trainingsziel!

Ein großer Teil des medizinischen Wissens über die durch ein gezieltes Training zu erreichenden Veränderungen stammt aus der Sportmedizin. Ein Leistungssportler (bzw. sein Trainer) muss je nach Trainingsperiode und Trainingsziel die jeweiligen Trainingsumfänge und Trainingsintensitäten festlegen.
Je genauer dies gemacht wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das angestrebte Ziel erreicht wird. Auch im so genannten "Gesundheitssport" ist es erforderlich, das Trainingsziel zu definieren und die Möglichkeiten zur Erreichung des Selben auf die beruflichen und familiären Gegebenheiten abzustimmen.

Sobald ein Arzt eine Trainingsempfehlung abgibt, übernimmt er auch die Verantwortung dafür. Daher kann eine zu therapeutischen Zwecken ausgesprochene Trainingsanweisung  ("Trainingsrezept") nur vom Arzt und nur unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes, des Ausmaßes der Organschäden, der Belastbarkeit des Patienten, des Blutdruckverhaltens während der Belastung sowie der Wechselwirkungen zwischen medikamentöser Therapie und geplantem Training erstellt werden.

Beim Erstellen des Trainingsrezeptes sind die Grundprinzipien der medizinischen Trainingslehre zu beachten. Idealerweise sollte ein Arzt, der mit diesem Belastungs- und Beanspruchungsmodell der Sportmedizin gut vertraut ist, dieses Rezept erstellen.

Eine Steigerung der Leistungsfähigkeit führt also zu einer Reduktion der Risikofaktoren und dementsprechend zu einer Reduktion der Gefahr, vorzeitig ein (erneutes) Herz-Kreislauf-Ereignis zu erleiden.

Damit ein Training zur Steigerung der Leistungsfähigkeit führt, müssen fünf Minimalanforderungen erfüllt werden:

Art der Belastung:
Die ideale Art, das Herz-Kreislauf-System zu trainieren, drückt sich durch eine dynamische, in der Intensität regulierbare Belastungsform aus. Im Wesentlichen sind dies: schnelles Gehen, langsames Laufen, Radfahren, Langlaufen und Rudern.

Intensität der Belastung:
Es sollten mehr als 1/6 der gesamten Skelettmuskulatur mit mehr als 50 % der maximalen Leistungsfähigkeit beansprucht werden. Die Intensität eines Trainings soll aber nicht nur intensiv genug, d.h. nach unten definiert sein, es ist vor allem bei Herz-Kreislauf-Patienten ganz wichtig, die Intensität nicht zu hoch anzusetzen, weil ein übermäßiger Trainingsreiz nicht nur den Trainingserfolg schmälert sondern auch in gewissen Situationen eine Gefährdung des Patienten darstellen kann. Darauf ist vor allem bei Laufen, Radfahren und Langlaufen zu achten, es können auch bei schnellerem bergauf Gehen übermäßige Belastungsspitzen auftreten.

Die Steuerung der Trainingsintensität erfolgt idealerweise mittels Herzfrequenzkontrolle (Pulsuhr). Sollte das nicht möglich sein, kontrolliert man über die Atemfrequenz (man sollte während des Trainings sprechen können).

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