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Team der Internisten
Koronare Herzerkrankung

Koronare Herzerkrankung

Die koronare Herzerkrankung ist mit ihren klinischen Auswirkungen wie Angina-Pektorissymptomatik, Herzinfarkt, Rhythmusstörungen bzw. Einschränkung der Pumpfunktion des Herzens mittlerweile die häufigste Ursache für eine Einschränkung der Lebensqualität und vorzeitige Sterblichkeit. Der Gründe dafür liegen vor allem im massiven Anstieg der entsprechen Risikofaktoren bei einem Teil der Bevölkerung.

Vor dem Auftreten eines Herzinfarktes spricht man in der Behandlung der Risikofaktoren von der so genannten Primärprävention(=Vermeidung), nach einem Herzinfarkt sollen Maßnahmen zur Sekuntärprävention ein weiteres Ereignis, bzw. eine Zunahme der Symptome hinauszögern.

In medikamentöser Hinsicht sind die Standards für die Behandlung im jeweiligen Stadium der Erkrankung relativ klar festgelegt und durch aufwändige Untersuchungen untermauert.

Die nichtmedikamentöse Rehabilitation nach einem Myocardinfarkt ist aber nur in den ersten beiden, unmittelbar auf das Ereignis folgenden Phasen festgelegt.

Vor allem die erste Phase (PHASE 1), die Behandlung des Akutereignisses im Spital, hat eine hohe Effizienz erreicht. In den letzten Jahren ist es gelungen, die Sterblichkeit in den ersten Wochen nach einem Myocardinfarkt  bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten dramatisch zu senken.

Die zweite Phase (PHASE 2), kann entweder in einer stationären Rehabilitation in einem Rehabilitationszentrum durchgeführt werden. Das Netz der Herz-Kreislauf-Zentren in Österreich ist im internationalen Vergleich eines der dichtesten und qualitativ sehr hochstehend.

Oder für Patienten, denen eine stationäre Rehabilitation aus beruflichen oder familiären Gründen nicht möglich ist, sollte eine ambulante Phase 2 - Rehabilitation angeboten werden, wenn dies den verantwortlichen Ärzten der Phase 1 vertretbar erscheint. Diese besteht derzeit aus 60 Therapieeinheiten in sechs Wochen.

Im Anschluss an eine Rehabilitation der Phase 2 (unabhängig ob diese stationär oderambulant absolviert wurde) besteht die Möglichkeit einer Rehabilitation der Phase 3. Die ambulante kardiologische Rehabilitation im Sinne einer Phase 3 - Rehabilitation umfasst nach internationalen Empfehlungen einen Zeitraum von etwa 9 - 12 Monaten.

Weitere Informationen erhalten sie hier.

Auch die so genannte vierte Phase (PHASE 4), die langfristige Betreuung von Herzinfarktpatienten und Herzoperierten  in Selbsthilfegruppen unter Ausnützung der Gruppendynamik und des Zusammengehörigkeitsgefühls zur gegenseitigen Unterstützung und Stärkung der Motivation in Bezug auf die medikamentöse Behandlung (Compliance) und Fortsetzung des Herzkreislauftrainings, ist vor allem durch den österreichischen Herzverband sehr gut geregelt.

In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass vor allem die ersten Monate nach der Entlassung aus einem stationären Rehabilitationszentrum eine schwierige Phase für den Patienten sind.
Die Risikofaktoren steigen erneut signifikant an, die Patienten sind in Bezug auf ihre weitere Lebensplanung verunsichert. Es fehlt ihnen an Selbstvertrauen vor allem im Hinblick auf die Belastungsfähigkeit in Familie und Beruf, und es gelingt nur wenigen, die im stationären Bereich vermittelten Ernährungs- und Trainingsrichtlinien im Alltag umzusetzen bzw. in ihren Lebensstil aufzunehmen.

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