Der Weg zu mehr Leistungskraft, Gesundheit und Wohlbefinden
Lebensstilmedizin ist keine Alternative zu medikamentösen, angiografischen oder operativen Behandlungsmöglichkeiten. In Wirklichkeit stellt sie die Basis aller Möglichkeiten dar, die Lebensqualität und die Prognose von Herz-Kreislauf-Patienten positiv zu beeinflussen.
Regelmäßige körperliche Aktivität stellt einen wichtigen Bestandteil der nichtpharmakologischen Maßnahmen dar, deren Richtlinien als Lebensstiländerung bzw. –modifizierung bei allen Hochdruckkranken, Zuckerkranken, Übergewichtigen und Herz-Kreislauf-Patienten empfohlen werden. Zusammen mit Schulungen zu entsprechenden Ernährungsumstellungen und bei Bedarf auch psychosozialer Betreuung stellt sie eine ausgezeichnete Behandlungsoption dar.
Trotzdem sind gerade die nichtpharmakologischen Maßnahmen (Gewichtsreduktion, vermehrte körperliche Aktivität, Kochsalzreduktion, mäßiger Alkoholkonsum, Einstellung des Nikotinabosius) in der Praxis schwer durchzusetzen.
Die Ärzte müssen ihre Patienten nachdrücklich und immer wieder ermutigen, ihren Lebensstil zu ändern. Dabei ist vor allem "vermehrte körperliche Aktivität" vermutlich die von Ärzten und Patienten am meisten missverstandene und am wenigsten ausgeschöpfte Maßnahme.
Aussagen wie: "Betreiben Sie Sport" oder „Sie müssen sich mehr bewegen“ sind kaum zielführend.
Im "Centrum für Lebensstilmedizin" wird in einer festgelegten Betreuungsperiode ein nach sportmedizinischen und kardiologischen Kriterien konzipiertes Trainingsrezept zusammen mit entsprechenden Hintergrundinformationen zu Ernährungsproblemen und psychosozialen Einflussfaktoren vermittelt.
Basis der Betreuung ist ein zweimonatiger Trainingskurs, in welchem Patienten und Personen, welche vorbeugend wirken wollen, ca. 16 Trainingseinheiten absolvieren. Die Gruppengröße liegt bei 6-10 Personen, eine Trainingseinheit dauert ca. 60 Minuten.
Vor Beginn eines Trainingskurses wird in einem Belastungstest (in unserer Ordination) die aktuelle Leistungsfähigkeit eruiert. Anhand der dabei erhobenen kardiozirkulatorischen Parameter (vor allem Blutdruck, Puls, gelegentlich auch Bestimmung der Laktatkurve) wird dann ein Trainingsprogramm erstellt und in einen Trainingspass eingetragen. Das garantiert Ihnen auch bei oft sehr unterschiedlichem Trainings- und Gesundheitszustand der Kursteilnehmer, dass jeder nach seinen individuell erstellten Kriterien trainiert.
Ihr Trainingsprogramm wird stets von TrainerIn und Ärztin/Arzt beobachtet und gegebenenfalls korrigiert. Der größte Teil des Trainings wird auf den klassischen Ausdauertrainingsgeräten (Zimmerfahrrad, Rudergerät, Laufband) absolviert. Jede Trainingseinheit wird aber durch eine spezielle Gesundheitsgymnastik mit Muskelkräftigungsübungen und Entspannungstraining abgerundet. Zusätzlich wird jeder Patient dazu angehalten, ein bis zwei Trainingseinheiten zu Hause zu absolvieren und in den Trainingspass einzutragen.
Im Rahmen des Trainingskurses werden dem Patienten in Seminarform Hintergrundinformationen zum Training, zu Ernährungsproblemen und zu psychosomatischen Einflussfaktoren auf die Gesundheit vermittelt.
Über diesen zweimonatigen Basiskurs hinaus ist es möglich, auf die individuellen Bedürfnisse und den Gesundheitszustand der Teilnehmer abgestimmte Trainingsformen zu vereinbaren.
Größtes Augenmerk in der Betreuung der Trainierenden wird auf die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch mit dem jeweiligen Hausarzt, mit den kooperierenden Internisten, Herzabteilungen und Rehabzentren und auch mit den eventuell weiterbetreuenden Einheiten und Gruppierungen (z.B.: Herzverband) gelegt.
Die im "Centrum für Lebensstilmedizin" engagierte Ärztegruppe ist nicht nur aufgrund des wissenschaftlichen Hintergrundes, sondern mittlerweile auch schon durch überraschende Erfolge bei den bisher betreuten Personen, überzeugt, einen wichtigen Beitrag zum Erreichen des in der Überschrift formulierten Zieles beitragen zu können.





