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Team der Internisten
Arterielle Hypertonie

Arterielle Hypertonie

Die Hochdruckkrankheit bedeutet ein vermehrtes Risiko für vorzeitige Gefäßschäden.
Diese "Arteriosklerose" führt je nach betroffenem Organ  zu

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Nierenschäden
  • peripherer Verschlusskrankheit ("Schaufensterkrankheit")

Die positive Beziehung zwischen Blutdruckwert und Zahl und Auswirkung kardiovaskulärer Ereignisse ist soweit belegt, dass behauptet werden kann, dass eine Blutdrucksenkung die Prognose eines Patienten günstig beeinflusst. Als generelle Empfehlung gilt, vor und während einer medikamentösen Behandlung einen nichtmedikamentösen Behandlungsversuch zu unternehmen. Neben einer Einschränkung der Kochsalzmenge sollte auf Fett- und Zuckerarme, Vitamin- und Ballaststoffreiche Ernährung geachtet, sowie ein regelmäßiges Ausdauertraining empfohlen werden.

Hintergrund für die Empfehlung zu Ausdauertraining ist die Beobachtung, dass Sportler in Ausdauersportarten niedrigere Blutdruckwerte aufweisen als Sportler in zyklischen Sportarten (Spiele), bzw. Sportarten mit hoher Kraftkomponente.

Eine Untersuchung an über 5000 berufstätigen Männern in Kopenhagen ergab eine lineare Beziehung zwischen körperlicher Leistungsfähigkeit, welche als Ausdruck für einen gewissen Trainingszustand gilt, und dem systolischen sowie diastolischen Blutdruck. Noch einige weitere Untersuchungen ergaben eine negative Korrelation zwischen Blutdruck und körperlicher Aktivität im Alltag, bzw. der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Das heißt: je größer der Umfang an körperlicher Aktivität, bzw. je größer die gemessene Leistungsfähigkeit ist, desto niedriger sind die Blutdruckwerte der untersuchten Personen.
Als medizinische Grundlage für diese Unterschiede ist vermutlich ein reduzierter Blutspiegel für Stresshormone (Noradrenalin) nach Ausdauerbelastung anzusehen.

Die zu diesem Thema durchgeführten Studien lassen folgende Schlussfolgerungen zu:
Der Ruheblutdruck kann durch dynamisches körperliches Training gesenkt werden. Das Ergebnis hängt vom Ausgangsblutdruck und von der Effizienz des Trainingsprogrammes ab.

Bei Hypertonikern ist mit einer Senkung des systolischen Blutdruckes bis zu 20 mmHg und des Diastolischen bis zu 10 mmHg zu rechnen. In den großen Medikamentenstudien wurden vergleichbare, keinesfalls aber bessere Resultate erzielt!

Vor allem bei milder Hypertonie kann eine gezielte körperliche Aktivität dazu beitragen, vorerst ohne Medikamente auszukommen, bei schwerer Hypertonie wird dadurch der Einsatz von hohen Dosen oder Mehrfachkombinationen reduziert. Abgesehen davon beeinflust ein entsprechendes Training andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Kranke günstig.

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